Kellerlüftung steuern: Sommer- und Winterbetrieb richtig - so vermeiden Sie Schimmel

Kellerlüftung steuern: Sommer- und Winterbetrieb richtig - so vermeiden Sie Schimmel

Ein feuchter Keller ist mehr als nur ein Ärgernis - er ist eine Zeitbombe für Ihre Bausubstanz. Schimmel wächst nicht, weil jemand vergessen hat, die Fenster zu schließen. Er wächst, weil die Luft falsch gelüftet wurde. Viele Hausbesitzer denken, dass Lüften immer gut ist. Doch im Sommer kann das Lüften genau das Gegenteil bewirken: Es bringt feuchte Luft hinein, die sich an den kalten Wänden niederschlägt - und schon ist der Nährboden für Schimmel gelegt. Die Lösung liegt nicht im mehr Lüften, sondern im richtig Lüften. Und das unterscheidet sich komplett zwischen Sommer und Winter.

Warum Keller so anfällig für Feuchtigkeit sind

Keller sind die kältesten Räume im Haus. Selbst wenn sie nicht isoliert oder gedämmt sind, bleiben sie wegen ihrer Erdumgebung meist 5 bis 10 Grad kühler als die oberen Etagen. Das klingt erst mal gut - bis man sich klarmacht, dass warme Luft Feuchtigkeit halten kann, kalte Luft aber nicht. Wenn warme, feuchte Luft in einen kühlen Keller strömt, kühlt sie ab. Und wenn sie abkühlt, gibt sie die Feuchtigkeit ab. Als Kondenswasser. An den Wänden. An der Decke. An den Rohren. Und das ist der Startschuss für Schimmel.

Dieser Prozess funktioniert wie eine kalte Glasflasche aus dem Kühlschrank: Sobald sie in die warme Küche kommt, bildet sich sofort Wasser auf der Oberfläche. Genau das passiert in Ihrem Keller, wenn Sie mitten am Tag im Sommer die Fenster aufmachen. Die Luft draußen ist feucht. Die Wände drinnen sind kalt. Und schon tropft es.

Wie Sie im Sommer richtig lüften

Im Sommer ist die Regel einfach: Nicht lüften, wenn es warm ist. Viele machen den Fehler und öffnen die Kellerfenster, sobald die Sonne scheint. Das ist der schlimmste Moment. Die Luft ist dann am wärmsten und am feuchtesten. Die Luftfeuchtigkeit steigt bei Temperaturen über 20°C rapide an - und das ist der kritische Punkt.

Die einzige Zeit, in der Lüften im Sommer Sinn macht, sind die frühen Morgenstunden oder die späten Abendstunden - wenn die Außentemperatur unter 18°C fällt. Dann ist die Luft trockener als im Keller. Die ideale Lüftungsdauer beträgt 10 bis 15 Minuten. Maximal 20. Danach: Fenster zu. Kein Kippen. Kein Offenstehen. Kein „einen Spalt“ lassen. Denn sobald die Luft langsam nachströmt, setzt sich die Feuchtigkeit ab - und zwar überall dort, wo sie sich abkühlen kann.

Und wie lüften Sie richtig? Mit Stoßlüften. Öffnen Sie zwei gegenüberliegende Fenster oder ein Fenster und die Tür. So entsteht ein Durchzug. Die Luft wird schnell ausgetauscht. Kein langsames „Versickern“ der Luft. Kein Feuchtigkeitsschleier, der sich langsam verteilt. Schnell raus, schnell rein. Das ist der Trick.

Wenn Sie im Keller Wäsche waschen, trocknen oder bügeln, ist das besonders problematisch. Die Luftfeuchtigkeit steigt dann auf über 70 %. Hier hilft kein Lüften - sondern ein Kondenstrockner. Der entzieht der Luft das Wasser und leitet es ab. Kein Feuchtigkeitsanstieg. Keine Kondensation. Kein Schimmel.

Was im Winter anders läuft

Im Winter ist die Luft draußen trocken. Selbst bei Minusgraden enthält sie kaum Wasserdampf. Das ist Ihr Vorteil. Hier können Sie lüften - und zwar richtig. An trockenen, frostigen Tagen ist die beste Zeit für Kellerlüftung. Und Sie brauchen nicht mehr 10 Minuten. 5 bis 10 Minuten reichen völlig aus.

Aber hier kommt der große Unterschied: Im Winter dürfen Sie die Fenster auch in Kippstellung lassen - vorausgesetzt, es ist nicht eisig kalt. Bei Temperaturen über -5°C können Sie die Fenster tagsüber leicht gekippt lassen. Das sorgt für einen kontinuierlichen Luftaustausch. Die feuchte Luft aus dem Keller wird abgeführt. Die trockene Außenluft strömt nach. Und die Wände bleiben trocken.

Einige Hausbesitzer meinen, sie sollten den Keller im Winter komplett auskühlen, um Energie zu sparen. Das ist ein Fehler. Ein vollständig ausgekühlter Keller (unter 5°C) zieht noch mehr Feuchtigkeit an. Die Luftfeuchtigkeit steigt, weil die Wände zu kalt sind. Die Lösung: Halten Sie den Keller leicht temperiert - mindestens 7 bis 10°C. Und lüften Sie täglich. Selbst wenn er nicht genutzt wird. Einmal am Tag 10 Minuten Kippstellung reicht.

Winterlicher Keller mit gekippten Fenstern, Temperaturregler zeigt kühle Außenluft, Wände trocken, sanfte Wärme vom Heizkörper.

Die wissenschaftlich beste Methode: Taupunktsteuerung

Die einfachste Regel für Lüften lautet: Nur lüften, wenn die Außenluft trockener ist als die Kellerluft. Aber wie messen Sie das? Mit einem Thermometer? Nein. Mit einem Feuchtemesser? Ja - aber nicht nur das. Sie brauchen die Taupunkttemperatur.

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Luft Feuchtigkeit abgibt - also kondensiert. Wenn der Taupunkt der Außenluft niedriger ist als der Taupunkt der Kellerluft, ist die Außenluft trockener. Dann ist Lüften sicher. Wenn er höher ist, ist draußen mehr Feuchtigkeit als drinnen. Dann ist Lüften riskant.

Automatische Kellerlüftungsanlagen wie das inVENTer iV-Smart+ Sylt oder MAICO-Systeme mit AKE-Technologie messen kontinuierlich die Temperatur und Luftfeuchtigkeit von innen und außen. Sie berechnen automatisch die Taupunkte und entscheiden, ob gelüftet werden darf. Wenn die Außenluft zu feucht ist, bleibt das System aus. Wenn sie trocken ist, startet es automatisch. Kein Manövrieren mehr. Kein Risiko. Kein Schimmel.

Ein solches System ist besonders sinnvoll, wenn Sie tagsüber arbeiten oder nachts schlafen. Sie können nicht immer selbst kontrollieren, ob die Luft trocken ist. Aber ein Automat kann das - 24 Stunden am Tag.

Temperaturdifferenzregler als einfache Alternative

Wenn Sie kein teures System installieren wollen, gibt es eine einfache, aber effektive Lösung: den Temperaturdifferenzregler. Dieses Gerät vergleicht die Innentemperatur mit der Außentemperatur. Es schaltet die Lüftung nur ein, wenn die Außenluft mindestens 6 Kelvin (also 6°C) kälter ist als die Kellerluft. Beispiel: Im Keller sind 18°C, draußen müssen es dann 12°C oder weniger sein. Dann wird gelüftet.

Dieser Regler ist preiswert, einfach zu installieren und verhindert zuverlässig, dass Sie bei warmem Wetter lüften. Er ist kein Taupunkt-System - aber er ist ein guter Kompromiss. Er schützt Sie vor den häufigsten Fehlern.

Technische Darstellung eines automatischen Kellerlüftungssystems mit Sensoren, die Luftfeuchtigkeit und Taupunkt vergleichen und Lüften steuern.

Wartung ist kein Luxus - sie ist Pflicht

Ein Lüftungssystem, das nicht gewartet wird, wird zum Problem. Der Luftfilter sammelt Staub, Pollen, Feuchtigkeit. Nach drei bis sechs Monaten ist er verstopft. Die Leistung sinkt. Die Luft zirkuliert nicht mehr. Und die Feuchtigkeit bleibt im Keller.

Reinigen Sie den Filter regelmäßig. Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst reicht. Nutzen Sie einen Staubsauger mit Bürste oder ein feuchtes Tuch. Der Ventilator selbst kann mit einem trockenen Lappen abgewischt werden. Achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit in die Elektronik gelangt.

Wenn Sie eine automatische Anlage haben, lassen Sie die Wartung vom Installateur machen. Aber fragen Sie nach einem Wartungsplan. Ein System, das jährlich geprüft wird, läuft 10 Jahre lang zuverlässig.

Was Sie sonst noch tun können

- Vermeiden Sie es, nasse Gegenstände (wie Regenjacken oder nasse Schuhe) im Keller abzustellen. Die Feuchtigkeit verdunstet dort und erhöht die Luftfeuchtigkeit.

- Prüfen Sie Ihre Kellerwände auf Risse oder Feuchtigkeitsspuren. Auch kleine Risse können Wasser nach innen leiten. Dichtungen und Abdichtungen sollten alle 5 Jahre überprüft werden.

- Nutzen Sie einen Luftentfeuchter, wenn die Luftfeuchtigkeit über 65 % steigt - besonders im Sommer. Ein Gerät mit 10 Liter Kapazität pro Tag reicht für die meisten Kellerräume.

- Lüften Sie nie, wenn es regnet oder stark neblig ist. Auch dann ist die Außenluft zu feucht.

Die wichtigsten Regeln auf einen Blick

  • Im Sommer: Nur morgens oder abends lüften, wenn es unter 18°C ist. Maximal 15 Minuten. Stoßlüften mit Querzug. Fenster danach komplett schließen.
  • Im Winter: Trockene, frostige Tage nutzen. 10 Minuten Lüftung. Bei mildem Frost (über -5°C) Fenster in Kippstellung lassen.
  • Immer: Taupunkt und Luftfeuchtigkeit im Auge behalten. Nicht lüften, wenn draußen feuchter ist als drinnen.
  • Automatisiert: Ein Temperaturdifferenzregler oder Taupunktsteuerung verhindert menschliche Fehler.
  • Wartung: Filter alle 3-6 Monate reinigen. Ventilator prüfen. System jährlich checken lassen.

Schimmel im Keller ist kein Zufall. Er ist die Folge von falschem Lüften. Wenn Sie die Physik der Luft verstehen - nicht die Empfehlung von „immer mal kurz lüften“ - dann bleibt Ihr Keller trocken. Und Ihr Haus bleibt sicher.

Darf ich im Sommer den Keller mit dem Fenster gekippt lassen?

Nein. Im Sommer sollte das Fenster niemals gekippt bleiben. Selbst wenn es draußen nicht heiß ist, strömt langsam feuchte Luft ein. Diese kühlt sich an den kalten Wänden ab und kondensiert. Das führt zu Schimmel. Nur Stoßlüften mit vollständig geöffneten Fenstern für 10-15 Minuten ist sicher. Danach sofort schließen.

Warum ist Lüften im Winter einfacher als im Sommer?

Im Winter ist die Außenluft trockener, weil kalte Luft kaum Wasserdampf halten kann. Selbst bei Minusgraden enthält sie weniger Feuchtigkeit als die Luft im Keller. Dadurch kann man sicher lüften - sogar mit gekippten Fenstern. Im Sommer ist die Luft draußen oft feuchter als drinnen, weshalb Lüften gefährlich ist.

Brauche ich ein teures Lüftungssystem?

Nein, aber es ist sinnvoll. Ein einfacher Temperaturdifferenzregler (ab 100 €) verhindert die häufigsten Fehler: Lüften bei zu warmer Außenluft. Ein Taupunkt-System (ab 300 €) ist noch sicherer, besonders bei hohen Feuchtigkeitsbelastungen. Wenn Sie nur selten im Keller sind, lohnt sich die Automatik.

Kann ich einen Luftentfeuchter im Keller nutzen?

Ja, besonders im Sommer oder wenn Sie Wäsche trocknen. Ein Luftentfeuchter mit 10 Liter Kapazität pro Tag reduziert die Luftfeuchtigkeit zuverlässig. Er ist kein Ersatz für richtiges Lüften, aber eine wichtige Ergänzung - besonders in feuchten Kellern.

Wie erkenne ich, ob mein Keller zu feucht ist?

Ein Feuchtemesser zeigt die relative Luftfeuchtigkeit an. Über 65 % ist kritisch. Über 75 % ist gefährlich. Außerdem: Feuchtigkeitsspuren an Wänden, ein modriger Geruch, schwarze Flecken an den Ecken oder Kanten. Diese Anzeichen bedeuten: Handeln ist nötig - nicht nur lüften, sondern die Ursache bekämpfen.

Kommentare

  • Stefan Gheorghe
    Stefan Gheorghe
    März 12, 2026 AT 01:48

    Das mit dem Taupunkt ist der Schlüssel. Die meisten verstehen nicht, dass es nicht um Temperatur geht, sondern um die Feuchtigkeitsdifferenz. Wenn die Außenluft einen höheren Taupunkt hat als deine Kellerwand, dann kondensiert es – egal ob es draußen 15 oder 25 Grad hat. Ich hab’s selbst gelernt, als mein Keller nach einem Sommer mit ständigem Kippen komplett schwarz wurde. Seitdem nur noch Stoßlüften – und nur, wenn’s unter 17°C ist. Kein Spielchen. Kein „einen Spalt auflassen“. Entweder ganz oder gar nicht.

  • Niklas Ploghöft
    Niklas Ploghöft
    März 12, 2026 AT 17:32

    Ach ja, die klassische Keller-Weisheit: Lüften wie ein Architekt, denken wie ein Meteorologe. Ich hab’s mal mit einem DIY-Taupunkt-Messgerät aus dem Baumarkt versucht – neun Euro, mit Bluetooth. Funktioniert wie eine Zauberkugel. Die App sagt mir: „Heute nicht lüften. Luftfeuchtigkeit draußen: 72%. Taupunkt: 16,3°C. Keller: 14,1°C.“ Ich schließe das Fenster. Und atme tief durch. Endlich verstehe ich, warum mein Vater immer sagte: „Wärme ist Feind, Kälte ist Freund.“ Er wusste es einfach. Ohne App. Ohne Studium. Nur mit Erfahrung.

  • Chris Bourke
    Chris Bourke
    März 13, 2026 AT 04:19

    So viel Wissen… und so wenig Leben. Ich hab meinen Keller seit 12 Jahren nicht gelüftet. Hab nur einen Luftentfeuchter laufen lassen. Und weißt du was? Kein Schimmel. Kein Geruch. Kein Drama. Die Leute machen sich das zu schwer. Es geht nicht um Physik. Es geht um Vertrauen. Vertrauen in die Technik. Vertrauen in dich. Die Welt ist nicht so komplex wie du denkst. Manchmal reicht es, einfach… nichts zu tun.

  • Jill Kummerer
    Jill Kummerer
    März 13, 2026 AT 22:17

    Wer immer noch mit dem Kippen rummacht, hat keine Ahnung. Das ist nicht nur dumm, das ist gefährlich. Ich hab drei Häuser gesehen, die wegen diesem „einen Spalt“-Gedöns abgerissen wurden. Schimmel frisst Beton. Und dann kommt der Versicherer und sagt: „Nicht versichert. Eigenverschulden.“ Du denkst, du sparrst dir die 100 Euro für ein System? Nein. Du zahlst 50.000 für neue Wände. Und dann stehst du da. Mit deinem dummen Fenster. Und deiner dummen Hoffnung. Und deinem Schimmel. Du bist nicht clever. Du bist eine Gefahr für dich und deine Nachbarn.

  • Susanne Faber-Davis
    Susanne Faber-Davis
    März 15, 2026 AT 07:03

    Interessant, wie hier alle von „richtigem Lüften“ reden, als wäre es eine ethische Pflicht. Aber wer hat eigentlich entschieden, dass Luftfeuchtigkeit ein Problem ist? Wer hat gesagt, dass Schimmel schlecht ist? Vielleicht ist er nur ein natürlicher Filter. Ein Zeichen, dass wir zu sehr gegen die Natur kämpfen. Unsere Vorfahren lebten in feuchten Kellern. Sie hatten Schimmel. Und sie lebten. Vielleicht ist es nicht die Luft, die wir kontrollieren müssen. Sondern unsere Angst vor Feuchtigkeit. Unsere Obsession mit Perfektion. Vielleicht ist der Keller nicht das Problem. Wir sind es.

  • Ilse Steindl
    Ilse Steindl
    März 17, 2026 AT 02:20

    Ich hab meinen Keller seit Jahren nicht gelüftet. Aber ich hab ihn auch nie benutzt. Keine Wäsche. Kein Werkzeug. Keine Kartons. Nur ein Thermostat, der bei 8°C hält. Und ein Feuchtemesser, der nie über 55% geht. Kein Lüften. Kein Gerät. Kein Stress. Manchmal ist die beste Lösung, den Raum einfach nicht zu nutzen. Nicht alles muss genutzt werden. Manchmal ist Leere die beste Isolierung.

  • Wellington Borgmann
    Wellington Borgmann
    März 17, 2026 AT 20:23

    Die ganze Diskussion ist Bullshit. Wer seinen Keller richtig nutzt, braucht kein Lüftungssystem. Ich hab da unten ein Bierkeller eingerichtet. Mit Holzregalen. Mit dunklen Flaschen. Und einem kleinen Ofen. Temperatur immer 10-12°C. Keine Feuchtigkeit. Kein Schimmel. Warum? Weil ich nicht ständig die Luft verändere. Ich lasse ihn in Ruhe. Und er bleibt sauber. Die Leute machen alles zu kompliziert. Einfach lassen. Ein bisschen Wärme. Ein bisschen Dunkelheit. Und gut ist.

  • Ingo Erkenbrecher
    Ingo Erkenbrecher
    März 19, 2026 AT 08:02

    Und woher kommt die feuchte Luft im Sommer? Von den verdammten Klimaanlagen der Nachbarn. Die blasen feuchte Luft in die Luft. Die Stadt ist ein Dampfbad. Und dann wird der Keller zum Sündenbock. Das ist kein Lüftungsproblem. Das ist ein Infrastrukturproblem. Die Kommunen sollten die Klimaanlagen regulieren. Nicht uns mit Lüftungssystemen quälen. Und wer sagt, dass Schimmel gefährlich ist? Ich hab einen Keller mit Schimmel. Und meine Tochter ist gesund. Und meine Katze auch. Wer sagt, dass Feuchtigkeit krank macht? Wer hat das erfunden? Die Versicherer. Die Hersteller. Die Bauindustrie. Die Wahrheit liegt im Dunkeln. Und im Schimmel.

  • Max Duckwitz
    Max Duckwitz
    März 20, 2026 AT 09:18

    Ich hab ein Temperaturdifferenzgerät installiert. 120 Euro. Hatte vorher nie ein Problem. Aber jetzt? Ich hab es seit drei Jahren. Und es hat nie einen Fehler gemacht. Kein Lüften, wenn’s warm ist. Kein Risiko. Kein Stress. Es ist einfach. Es funktioniert. Warum macht man das nicht jeder? Weil man lieber denkt als handelt. Weil man lieber diskutiert als installiert. Weil man lieber Recht hat als trocken bleibt.

  • Philipp Baumann
    Philipp Baumann
    März 22, 2026 AT 04:49

    Der Artikel ist gut. Aber er ignoriert eine entscheidende Tatsache: Die meisten Keller sind nicht isoliert. Und das ist das echte Problem. Du kannst so viel lüften wie du willst – wenn die Wände aus massivem Beton ohne Dämmung sind, dann kondensiert es. Punkt. Die Lösung ist nicht Lüften. Die Lösung ist Dämmen. Und das kostet. Und das macht Arbeit. Und das will keiner machen. Also reden wir über Lüften. Weil es einfach ist. Weil es uns das Gefühl gibt, etwas zu tun. Aber es ist ein Tropfen auf den heißen Stein.

  • Hanna Ferguson-Gardner
    Hanna Ferguson-Gardner
    März 23, 2026 AT 15:19

    Deutsche Bauvorschriften sind ein Witz. In Norwegen haben Keller seit 30 Jahren automatische Taupunkt-Systeme. In Deutschland? Wir diskutieren über 10 Minuten Lüften. Wir sind ein Volk, das lieber denkt als baut. Wir haben die Technik. Wir haben das Wissen. Aber wir haben keine Courage. Wir haben Angst vor Kosten. Vor Arbeit. Vor Veränderung. Und deshalb bleibt unser Keller feucht. Und unsere Häuser verrotten. Und wir reden weiter. Über Lüften. Über Taupunkt. Über Schimmel. Aber wir tun nichts. Wir sind das Problem.

  • Angela Washington-Blair
    Angela Washington-Blair
    März 24, 2026 AT 14:05

    Ich hab meinen Keller mit alten Decken zugedeckt. Ja, richtig. Alte Wolldecken. Von Oma. Hab sie an die Wände genagelt. Und drunter eine Holzplatte. Und jetzt? Kein Schimmel. Kein Kondenswasser. Kein Lüften. Kein Gerät. Einfach Stoff. Alte Stoffe. Die Atmen. Die Saugen. Die Schützen. Die Leute denken, sie brauchen High-Tech. Aber manchmal braucht man nur ein bisschen Geschichte. Und ein bisschen Wollstoff. Und den Mut, was Altes zu nutzen.

  • Max Summerfield
    Max Summerfield
    März 26, 2026 AT 01:04

    Ich hab vor zwei Jahren meinen Keller komplett umgebaut. Hab die Wände gedämmt, den Boden abgedichtet, einen Luftentfeuchter installiert – und dann hab ich das Lüftungssystem ausgeschaltet. Weil es nicht mehr nötig war. Die Luft bleibt trocken. Ohne Lüften. Ohne Technik. Nur mit Ruhe. Und Wärme. Und ein bisschen Liebe. Ich sag’s mal so: Wenn du deinen Keller liebst, dann lässt du ihn in Ruhe. Du zwingst ihm nichts auf. Du gibst ihm Zeit. Und er gibt dir Trockenheit zurück.

  • Nicole L
    Nicole L
    März 26, 2026 AT 10:33

    Ich komme aus Norwegen. Hier haben wir Kellern seit Jahrzehnten mit automatischen Taupunkt-Systemen. Und wir haben fast keinen Schimmel. Weil wir nicht lüften, wenn es feucht ist. Weil wir nicht glauben, dass Luft immer gut ist. Weil wir wissen: Manchmal ist es besser, zu warten. Und zu beobachten. Und zu fühlen. In Deutschland denkt man, man muss alles kontrollieren. Aber manchmal reicht es, einfach zu spüren: Ist die Luft trocken? Dann lüften. Ist sie feucht? Dann warten. Einfach. Natürlich. Menschlich.

  • Stefan Gheorghe
    Stefan Gheorghe
    März 28, 2026 AT 10:32

    Das mit den Wolldecken von Oma? Genial. Ich hab’s auch versucht. Mit alten Teppichen. Und es funktioniert. Nicht perfekt. Aber besser als jedes System. Die Feuchtigkeit wird aufgesogen. Und langsam abgegeben. Wenn die Luft trocken ist. Es ist wie ein natürlicher Puffer. Keine Elektronik. Kein Strom. Kein Wartungsplan. Nur Stoff. Und Zeit. Und Vertrauen. Vielleicht ist das die wahre Lösung: Nicht Technik. Nicht Messwerte. Sondern Tradition. Und Geduld.

  • Justice Siems
    Justice Siems
    März 30, 2026 AT 07:54

    Ich hab den Artikel gelesen. Und ich hab mich gefragt: Warum reden wir nicht über die Wände? Warum reden wir nicht über die Dämmung? Warum reden wir nicht über die Baujahre? Ein Keller aus den 70ern hat andere Probleme als einer aus 2020. Aber hier wird alles gleich behandelt. Das ist nicht wissenschaftlich. Das ist eine Generalisierung. Und Generalisierungen führen zu Fehlern. Wir brauchen mehr Individualität. Mehr Analyse. Mehr Daten. Nicht nur Regeln. Und nicht nur Angst. Sondern Verständnis.

  • Christoph Weil
    Christoph Weil
    März 31, 2026 AT 04:54

    Es ist bemerkenswert, wie die physikalischen Grundlagen der Luftfeuchtedynamik hier so vereinfacht werden. Die Taupunkttemperatur ist kein abstraktes Konzept, sondern eine messbare, quantifizierbare Größe, die mit genauen Sensoren exakt ermittelt werden kann. Die Annahme, dass Temperaturdifferenzen allein ausreichen, ist thermodynamisch unzulänglich. Luftfeuchte hängt nicht linear von der Temperatur ab, sondern exponentiell. Ein Temperaturdifferenzregler kann daher bei hohen relativen Luftfeuchten und niedrigen Temperaturgradienten versagen. Die Verwendung von Taupunkt-basierten Systemen ist daher nicht nur sinnvoll – sie ist physikalisch notwendig.

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